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by LAVB

Landesangelverband leistet Aufklärungsarbeit

Mit einem kleinen Bootskorso und einem Info-Stand wollte die Tierrettung Potsdam e.V. am 12. November 2022 in Potsdam an der Alten Fahrt darauf aufmerksam machen, dass vergessene Angelhaken und verlorene Kunstköder beträchtliche Gefahrenquellen darstellen können. Der Landesanglerverband Brandenburg e.V. war auch vor Ort und leistete bitter nötige Aufklärungsarbeit.

Bei dem sehr drastischen Bild-Material, das dort verteilt werden sollte, wurde aber sehr schnell klar, dass man eindeutig über das Ziel hinausschoss. Nachdem Vertreter des Landesanglerverbandes Brandenburg aufklärend tätig wurden, wurde auch sehr zügig zurückgerudert. Man wolle nicht „pauschalisieren, es gehe nicht darum, Angler generell anzugreifen, sondern um einige wenige Verantwortungslose.“ Alle Angler unter einen Generalverdacht zu stellen, ist selbstverständlich auch völlig abwegig. Jeder Angler hat ein natürliches Interesse daran, sein Hobby in einer intakten Umwelt zu betreiben, zudem kosten Kunstköder ja auch eine Kleinigkeit. Sowas lässt man nicht einfach zurück.

Die Angelfischerei an der Alten Fahrt einzuschränken, wie von der Tierrettung Potsdam gefordert, ist daher auch wenig zielführend. Daniel Müller, Mitarbeiter für Gewässerwirtschaft des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V., verwies vor Ort auf die barrierefreie Erreichbarkeit des Ufergeländes und den Nachhaltigkeitsaspekt des Angelns: „Dieser neuralgische, fischreiche und fußläufig gut zu erreichende Angelabschnitt ist besonders bei weniger mobilen Angelfreunden sehr beliebt. Darüber hinaus, wird ein Großteil der hier gefangen Weißfische von den Anglern aufwendig zubereitet und stellt in den Zeiten von Lebensmittelknappheit und Energiekrise ein willkommene kostengünstige uns gesunde Abwechslung auf dem Tisch dar.“

Jungangler Lewin (11) warf derweil nicht nur beherzt die Angel ins Havelwasser, sondern brachte es auch auf den Punkt. Den Müll nicht wegzuräumen, das kommt für ihn niemals infrage: „Für meine Generation ist ja das Thema Umwelt das Thema überhaupt. Ich interessiere mich sehr für die vielen Bewegungen und unterstütze diese auch. Da wäre es ja ein Widerspruch, wenn ich einerseits Müll am Gewässer zurücklassen würde und gleichzeitig gegen die Verschmutzung demonstriere.“

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